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www.mgs-stetten.jimdo.com


Die Sammlung

Auf einer Fläche von mehr als 900 m² wird die über 100jährige Militärgeschichte einer Garnison von der Kaiserzeit bis zur Bundeswehr eindruckvoll dargestellt.

 

Mittelpunkt ist eine Replik der Bachem BA 349A „Natter-M23“ in Originalgröße in originalgetreuer Startrampe, ein Triebwerk dieser Maschine, sowie Originalteile der M23 aus dem Jahr 1945. 

 

Weiterhin sind aus der Zeit ab 1900 bis heute Waffen, Panzer, Radfahrzeuge, Ausrüstungsgegenstände, Bilder, Uniformen und vieles mehr zu sehen.

 

Auch die verschiedenen Etappen der zivilen Nutzung, wie zum Beispiel die Zeit der Kindererholungsfürsorge e.V. finden ausreichend Beachtung.

 

 

Hintergrund

 

Die Militärgeschichtliche Sammlung der Garnison Stetten am kalten Markt ist eine noch junge Sammlung, welche am 16. März 2006 eröffnet wurde. Die Sammlung basiert auf einer Weisung des Generalinspekteurs der Bundeswehr aus dem Jahre 1999 und dient vorrangig der politisch-historischen Bildung der Soldaten. Sie hilft dem Soldaten aber auch dem zivilen Besucher, aus der Kenntnis der Vergangenheit Maßstäbe für die Beurteilung von politischen Gegenwartsfragen zu gewinnen. Dabei sind Tradition und Traditionspflege von der Geschichte und Geschichtsdarstellung zu unterscheiden und keine Epoche der deutschen Geschichte.

 

Auf dieser Grundlage wurde die Militärgeschichtliche Sammlung konzipiert und präsentiert  auf mehr als 900 qm die über einhundertjährige Militärgeschichte einer Region, sowie die der Garnisonsgemeinde Stetten am kalten Markt.

 

Die Gemeinde Stetten a.k.M. war bis zur Einrichtung des Truppenübungsplatzes Heuberg ein von bäuerlicher Kargheit geprägter badischer Marktflecken, welcher dann durch die Ankunft des Militärs einen für die damalige Zeit unbeschreiblichen Aufschwung nahm, der aber in den über 100 Jahren der Anwesenheit des Militärs auf dem Heuberg bis heute von einem Auf und Ab geprägt war.

 

Ein Ereignis von nationalem wie auch internationalen Charakter stellt in der Sammlung der erste bemannte, senkrechte Raketenstart in der Luft- und Raumfahrtgeschichte mit der Bachem BA 349 A „NATTER“ am 01.03.1945 dar und nimmt natürlich einen entsprechenden Raum ein. Im Rundgang ist dies eine besondere Station, belebt mit einer Replik der Maschine in Originalgröße, die bemannt geflogen ist, sowie Originalteilen dieser Maschine.

 

Die Militärgeschichtliche Sammlung präsentiert dem Besucher zentrale Inszenierungen in chronologischen Zeitabschnitten mit ausgewählten Exponaten, Dokumentationen und Wandtafeln. Es wird darin der Alltag der Soldaten wie auch die militärtechnische Entwicklung vor Augen geführt. Dabei werden angefangen von der Kaffeetasse aus der Kaiserzeit bis hin zum Kampfpanzer Leopard alle diese Gegenstände auch greifbar präsentiert.

 

In den 8 Jahren des Bestehens der Sammlung wurde diese ständig weiter ausgebaut und erweitert. Im September 2013 erfolgte die Neueröffnung der Sammlung im Gebäude 73, welches dem Umstand Rechnung trägt, das bisher nicht gezeigtes Material dem Besucher präsentiert werden kann, bzw. für zukünftige Erweiterungen offen ist. Weiterhin kommt dazu, dass das neue Gebäude aufgrund seines Baujahres – es wurde in den Jahren 1915 bis 1916 errichtet – geradezu für die Sammlung prädestiniert ist und seinen eigenen Charme mit einbringt.

 

Eine weitere Aufgabe der Sammlung ist es, Objekte vor dem Verfall bzw. der Beseitigung zu schützen und für  die kommende Generation zu erhalten, aber diese auch zu präsentieren. Dabei werden die Objekte nicht nur konserviert bzw. restauriert  sondern erhalten auch eine sachgerechte Behandlung bzw. Aufbewahrung.

 

Das Gebäude 73 um 1930 - damals Offiziersspeiseanstalt

 

 

Geschichte ist der Entwicklungsprozess der menschlichen Gesellschaft als Ganzes und ihrer Individuen. Sie bildet das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen Menschen von den Anfängen der Menschheit bis zur Gegenwart. Geschichte wird bewusst wahrgenommen und unterliegt im Gegensatz zum bloß Vergangenen bereits der Bewertung und Einordnung.

 

Geschichtsdarstellung umfasst grundsätzlich alle Formen der Darstellung von Vergangenem. Neben die Darstellung in Wort, Schrift und Bild tritt dabei die Präsentation unmittelbarer Zeugnisse vergangener Epochen. Diese Präsentation bedarf der Erläuterung der jeweiligen Ausstellungsstücke und ihrer Einordnung in einen Geschichtlichen Gesamtzusammenhang.

 

Tradition ist die Überlieferung von Werten und Normen. Sie bildet sich in einem Prozess wertorientierter Auseinandersetzungen mit der Vergangenheit. Tradition verbindet die Generationen, sichert Identität und schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. Tradition ist eine wesentliche Grundlage menschlicher Kultur. Sie setzt Verständnis für historische, politische und gesellschaftliche Zusammenhänge voraus.

 

Traditionspflege ist Teil der soldatischen Ausbildung. Sie soll die geistige und politische Mündigkeit des Soldaten und die Einbindung der Bundeswehr in Staat und Gesellschaft fördern. Die Pflege von Traditionen soll der Möglichkeit entgegenwirken, sich wertneutral auf das militärische Handwerk zu beschränken.

 

Links:

Gemeinde Stetten

Haus Heuberg

Oberchwaben-Portal